Byzanz, Constans II., AV Solidus

Artikel-Nr.: 9870156

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Byzantinisches Reich, Constans II., 641-668, AV Solidus

 

Vs.Langbärtige Büste mit Chlamys und Krone, Krezuzglobus in der Hand

Rs.Krückenkreuz auf 3 Stufen

 

Historisches


Konstans II. (* 7. November 630; † 15. September 668 in Syrakus), Sohn Konstantins III. und der Gregoria, war von 641 bis 668 oströmischer bzw. byzantinischer Kaiser.

Vor seiner Krönung hieß er nach seinem Großvater Flavius Heraclius, und sein Name als Kaiser war nach Ausweis der Gesetze eigentlich Konstantinos, doch scheinen ihn bereits seine Zeitgenossen aus ungeklärten Gründen Konstans genannt zu haben.

Konstans wurde von seinem Vater Konstantin nach dessen Herrschaftsantritt im Januar 641 zum Caesar erhoben. Im Herbst 641 wurde er mit elf Jahren von einer Hofpartei unter Anführung des ranghohen Militärs Valentinus, des comes excubitorum, auf den Thron gebracht, die seinen Onkel Heraklonas, den Halbbruder seines zwischenzeitlich verstorbenen Vaters, nach wenigen Monaten gestürzt hatte. Konstans wurde mit Valentinus’ Tochter Fausta verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, von denen der älteste, Konstantin, 654 zum Mitkaiser erhoben wurde; die beiden jüngeren Söhne Herakleios und Tiberios avancierten 659 ebenfalls zu Mitkaisern.
Konstans’ Bruder Theodosios hingegen wurde übergangen und im Jahr 660 als angeblicher Usurpator hingerichtet.

In den ersten Jahren der Herrschaft des noch minderjährigen Kaisers scheint der oströmische Senat ein letztes Mal wirkliche politische Bedeutung besessen zu haben; Senatoren führten faktisch die Amtsgeschäfte und fungierten als Berater. Diese Phase endete, als der Herrscher mit 18 Jahren selbst die Regierung übernahm. Zuvor war es zu einem Putschversuch des Militärs gekommen, das 644 oder 645 unter Beteiligung des Valentinus vergeblich nach der Macht gegriffen hatte. Die Putschisten wurden besiegt, und Valentinus wurde von der hauptstädtischen Bevölkerung gelyncht.

Innenpolitisch versuchte der Kaiser, der offenbar nicht besonders populär und wiederholt das Ziel von Anschlägen war, noch einmal den Herrschaftsanspruch über die Kirche durchzusetzen.

Im Rahmen der Religionspolitik kam es zudem zu einem Konflikt mit dem Papsttum bezüglich seines 648 erlassenen Verbots einer Diskussion über die Frage, ob Jesus eine oder zwei Naturen gehabt hatte (siehe Monophysitismus und Monotheletismus). Dieser Streit führte in Kleinasien zur Verfolgung des Konstantin-Silvanus und der von ihm gepredigten Glaubensrichtung und zur Verurteilung des Maximus Confessor durch ein kaiserliches Gericht. Des Weiteren führte dies zur Gefangennahme, Verschleppung und Verbannung von Papst Martin I., weil dieser in einer Synode in Rom 649 die Verdammung des Monotheletismus und seiner Befürworter durch setzte.

666 entzog Konstans der Kirche von Ravenna die Oberhoheit von Rom und machte sie zu einer in sich selbstständigen Kirche. Vermutlich gehören auch zwei erfolglose Usurpationen in Karthago und Ravenna in diesen Zusammenhang. Konstans war als Herrscher bei der Bevölkerung Konstantinopels offenbar recht unbeliebt, was womöglich eine Erklärung für seine späteren Feldzüge im Westen ist. 

 

Bitte beachten: Archivbild: Sie bestellen den jeweiligen Münztyp in vergleichbarer Erhaltung, nicht die abgebildete Münze(n). Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne Fotos der zu erwerbenden Münze, sprechen Sie uns gern an. 

 

 

 

 

 

Weitere Produktinformationen

Prägestätte Konstantinopel
Erhaltung vz
Zusätzliche Angaben Box & Zertifikat
Material Gold
Raugewicht

~4,40g

Literatur Sommer 12.15-12.17; Sear 956-958; MIB 23-25

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