Griechenland

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Nach seinen Anfängen in Kleinasien erreichte das Münzwesen in der zweiten Hälfte des 6. Jhs. den Westen. Die erste Stadt in Europa, die Münzen prägte, war mit aller Wahrscheinlichkeit Ägina. Kurz darauf folgten Athen, Korinth, Chalkis und Eretria. Zu Anfang war der Äginetische Münzfuss sehr weit verbreitet (basierend auf einem Silber Didrachmen-Stater von ungefähr 12 Gramm). Später wurde er durch den Attischen Münzfuss abgelöst (basierend auf einer Didrachme von 8,5 Gramm und später auf einer Tetradrachme von 17 Gramm).

Als Athen im Jahr 479 v. Chr. die in Griecheland einmarschierenden Perser zurückschlug und die Stadt so eine Vormachtsrolle unter den griechischen Städten einnahm, waren attische Münzen weit verbreitet. In dieser Zeit entwickelte sich der Stil der Münzen vom eher steifen Stil der Archaik hin zum eleganteren Stil der Klassik. Silber war das hauptsächliche Münzmetall; selbst die kleinsten Nominale wurden in diesem Metall ausgeprägt. 

Die Dominanz Athens in der Ägäis endete mit Athens Kapitulation im Peloponnesischen Krieg im Jahr 404 v. Chr. Nichtsdestoweniger blieben die zahlreichen Tetradrachmen der athenischen Münzstätte weiterhin im Umlauf und ein populäres Zahlungsmittel. Die Münzkunst erlebte eine besondere Blüte im 4. Jahrhundert v. Chr., woran politische Krisen und unruhige Zustände im Gemeinwesen nichts änderten. Viele wunderschöne Typen wurden in dieser Zeit geschlagen wie die Tetradrachmen von Amphipolis und Olynthos oder die Statere der Arkadier

Im Jahr 336 v. Chr. bestieg Alexander den Thron Makedoniens, nachdem sein Vater, Philip II. ermordet worden war. Daraufhin startete er eine Reihe militärischer Kampagnen, die schließlich zum Untergang des persischen Großreiches führten und den siegreichen Feldherren als "der Große" in die Geschichte eingehen ließ. Damit begann auch das Zeitalter des Hellenismus; eine Periode, die von großen Königreichen und deren charismatischen Herrschern bestimmt war. Die Münzprägungen der Städte verschwanden fast und wurden von den königlichen Massenprägungen der Ptolemäer, der Seleukiden und Antigoniden, den sog. Diadochen ersetzt.

Eine Reihe von Eroberungen und militärischen Muskelspielen im griechischen Osten ermöglichten Rom seine Macht und seinen Einfluß während des zweiten Jahrhunderts v. Chr. auszubauen. Letztendlich gingen aufgrund dieser Bemühungen Roms die Reiche der Diadochen unter. Makedonien, Kleinasien, Syrien und Ägypten wurden nach und nach zu römischen Provinzen. In dieser unruhigen Zeit waren auch die Münzprägungen variantenreich und vielgestaltig. Die Diadochen prägten weiterhin hauptsächlich Tetradrachmen aus Silber. Gleichzeitig begannen manche Städte wie Kyzikos, Lampsakos oder Myrina wieder mit eigenständigen Prägungen. Nachdem Rom seine Stellung immer weiter festigte, untersagte der neue Oberherr den meisten Städte das Schlagen und Herausgeben von Silbermünzen. Damit endete die griechische Numismatik (in engsten Sinne).


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Griechenland, Attika, Athen, 380-250 v. Chr., AR Tetradrachme

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