Byzanz, Justin I., AV Solidus

Artikel-Nr.: 9870149

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Byzantinisches Reich, Justin I., 518-527, AV Solidus

 

Vs.Büste in Panzer und Padulamentum, Speer auf Schulter

Rs.Stehender Engel l. mit langem Kreuz und Kreuzglobus

 

Historisches

Justin I. (auch "Justin der Große"); * um 450 bei Naissus; † 1. August 527 in Konstantinopel) war von 518 bis 527 (ost-)römischer Kaiser und der erste Herrscher der Justinianischen Dynastie (518–578 bzw. 602).

Justin wurde unter Kaiser Leo I. (457 bis 474) in die von diesem neu gegründete Leibwache der excubitores aufgenommen und stieg in der Folgezeit auf, wobei die Stufen seiner Karriere im Einzelnen unklar sind.

503 war er bereits einer der Generäle des großen oströmischen Heeres, dessen Offensive gegen die persischen Sassaniden aber kläglich scheiterte. Erfolgreicher agierte er als Admiral während der Kämpfe gegen den rebellischen General Vitalian im Jahr 515. Wenig später stieg er zum Kommandeur der kaiserlichen Garde (comes excubitorum) auf. Nach dem Tod des Kaisers Anastasius wurde Justin 518 (wohl am 10. Juli) in bereits recht hohem Alter zum Kaiser ausgerufen.

In seinen Beziehungen zur katholischen Kirche setzte Justin auf Diplomatie.
In einer Korrespondenz mit dem römischen Bischof Hormisdas gelang es ihm 519, das Akakianische Schisma (seit 484) zu überwinden, indem der Kaiser Rom in praktisch allen Punkten nachgab und die Patriarchen der Ostkirche zwang, dies ebenfalls zu tun. Damit wurde deutlich, dass das wieder erstarkte Oströmische Reich nun erneut verstärktes Interesse an den Vorgängen im Westen hatte. Um diese Zeit lässt sich auch erstmals (bei Marcellinus Comes) die Ansicht nachweisen, 476 habe das weströmische Kaisertum aufgehört zu existieren, weshalb die Herrschaftsrechte im Westen nun beim oströmischen Kaiser lägen. In der Folgezeit nahm die römische Kirche dann unter Johannes I. eine Vermittlerrolle zwischen dem Kaiser und dem arianischen Ostgotenkönig Theoderich ein; diese Politik scheiterte aber, als Theoderich den greisen Bischof unter der Anschuldigung, sich mit Ostrom gegen die Goten verbündet zu haben, gefangen nehmen ließ.

Die Regierungszeit Justins war außenpolitisch nicht zuletzt vom Kampf gegen die persischen Sassaniden an der Ostgrenze geprägt (siehe auch Kavadh I., Römisch-Persische Kriege).

Auch die Beziehungen zum Ostgotenreich verschlechterten sich, zumal am ostgotischen Königshof die seit dem Ende des Schismas erstarkende prokaiserliche (oströmische) Partei bekämpft wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Hinrichtung des Philosophen Boëthius zu sehen.

Demgegenüber wurden im Ostreich die Arianer ab dem Jahr 523 verfolgt, was man am ostgotischen Hof mit Missmut hinnehmen musste, hingen doch auch die Ostgoten mehrheitlich dem arianischen Bekenntnis an. Der blutige Gotenkrieg, den Justins Nachfolger seit 535 führen sollte, warf seine Schatten voraus.

Kaiser Justin starb am 1. August 527. Nachfolger wurde sein Neffe und Adoptivsohn Justinian, der bereits seit 525 Caesar gewesen und im April 527 zum Mitkaiser (Augustus) erhoben worden war, was einen reibungslosen Übergang ermöglichte. 

 

Weitere Produktinformationen

Herkunft Byzantinisches Reich
Prägestätte Konstantinopel
Erhaltung vz
Zusätzliche Angaben Box & Zertifikat
Material Gold
Raugewicht

~4,40g

Literatur Sommer 2.2; Sear 56; MIBE 3

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