Mamelukken, 1 Dinar, Al Ashraf Sayf al Quaitbay

Artikel-Nr.: 457698

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Mamekukken, 1 Dinar
Al Ashraf Sayf al Qaitbay 1468-1496

 

Historisches

Die Mamelukken oder Ghilman waren in vielen islamischen Herrschaftsgebieten Militärsklaven zentralasiatischer oder osteuropäischer Herkunft. Das arabische Wort mamlūk bedeutet wörtlich „der in Besitz Genommene“ und bezeichnet in diesem spezifischen Sinne einen weißen, männlichen Sklaven, der zum Zweck des Militärdienstes importiert wurde. Sie waren meistens Christen, die im Kindes- und Jugendalter versklavt und durch Zwangskonvention zum Islam und durch Schulung als Reitersoldaten auf ihren Dienst vorbereitet wurden. Diese Soldaten waren ihrem Herrscher treu ergeben und konnte ihre Freiheit erlangen. Die Mamelukken wurden von den Abbasidenkalifen als Machtfaktor institutionalisiert und nutzten ihre dominierende Stellung als Heerführer und Königsmacher ab dem 9. Jahrhundert auch dazu, um eigene Reiche zu begründen. Die beiden bedeutendsten dieser Reiche waren das zeitweise fast ganz Indien beherrschende Sultanat von Delhi (1206–1526) und das ägyptische Sultanat der Bahri- und Burdschi-Mamelukken. Das ägyptische Sultanat wurde 1517 von den Osmanen unterworfen. Trotzdem blieben die Mamelukken noch bis zur Invasion Napoleons 1798 und ihrer endgültigen Beseitigung durch Muhammad Ali Pascha (1811) als lokale Herrscherelite bestehen.

Al Ashraf Sayf al Qaitbay aus der Reihe der Burdschi-Mamerlukken war von 1468-1496 Sultan von Ägypten und Syrien. Er wurde zwischen 1416 und 1418 in der tscherkessischen Region des Kaukasus geboren, vom Sultan Barsbay gekauft und schließlich von Dschaqmaq freigelasssen. Unter Inal und Chuschqadam stieg er als Emir in höchste Positionen auf. 1468 übernahm der dann die Herrschaft in Timurbugha. Während seiner Amtszeit als Sultan gelang es ihm, seine persönliche Herrschaft gegen die Emire durchzusetzen. In politischer und wirtschaftlicher Hinsicht war er allerdings weniger erfolgreich, da er trotz hoher Rüstungsausgaben den Niedergang des Reiches nicht abgewendet konnte. Stattdessen verarmte die Bevölkerung weiter und unterlag verstärkt der Willkür der Mamelukkenkaste. Daneben wurde Syrien zunehmend von Beduinen und Turkmenen geplündert. Zudem kam es durch Epidemien und Hungernöte zu einem Bevölkerungsrückgang. Die dadurch verursachten Wirtschaftsprobleme und Einnahmeverluste der Mamelukken aus ihren Militärlehen führten zu einer Zunahme der innermamlukischen Machtkämpfe. Schon unter an-Nasir Farai (1399–1405) kam es zu einer Währungskrise. Der Zustrom von Sudangold ging zurück, weil das Gold nach Europa exportiert wurde. Gleichzeitig dazu blieb der Zustrom von europäischen Silbermünzen aus, weil Europa Probleme mit der Münzprägung hatte. Der Sultan versuchte zwar eine Kupferwährung einzuführen, hatte damit aber keinen Erfolg. Erst als in Europa die Münzprägungen wieder zunahmen, ging die Geldkrise unter Al Ashraf Sayf al Qaitbay zu Ende. Zusätzlich dazu kamen während einer Pestepidemie 1492 auch noch ein Drittel aller Mamelukken ums Leben, was die herrschende Kaste zusätzlich schwächte.

Nachfolger von Al Asraf Sayf al Qaitbay wurde sein Sohn an-Nasir Muhammad IV. (1496–1498). Dieser wurde aber kurz darauf von drei weiteren Sultanen abgelöst wurde, bevor al-Aschraf Qansuh al-Ghuri (1501–1516) die Macht übernahm.

Weitere Produktinformationen

Herkunft Orient
Erhaltung ss
Material Gold
Raugewicht

3,38g

Literatur Frbg. 39, Mitch. 1191

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