Württemberg, 20 Mark 1872 F, Karl,

Artikel-Nr.: 00102901872 20

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Eine der ersten Münzen von König Karl. Nur zwei Jahre geprägt!

Württemberg
20 Mark 1872 F
Av.: König Karl von Württemberg
Rs.: Adler
Prägestädte: Darmstadt

 

Historisches:

Karl Friedrich Alexander von Württemberg (1823-1891) war von 1864 bis 1891 als Karl dritter König von Württemberg. Er war der einzige Sohn von König Wilhelm I. von Württemberg und seiner dritten Frau Prinzessin Pauline von Württemberg. Der Kronprinz studierte in Tübingen und Berlin. 1846 heiratete er Großfürstin Olga von Russland. Da die Ehe kinderlos blieb, nahm die Kronprinzessin 1863 ihre Nichte Wera an Kindes statt an. Ein Grund für diesen Schritt war wohl auch die Homosexualität des Königs.

Karl wurde nach dem Tod seines Vaters 1864 König von Württemberg. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Ersetzung des Leitenden Ministers Joseph von Linden durch Karl von Varnbüler. Noch im gleichen Jahr stellte der Monarch die Presse- und Vereinsfreiheit wieder her. 1868 führte Karl wurde das allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlrecht für die Volksabgeordneten der Zweiten Kammer ein. Dem Gegenüber stand die Neigung des Königs, sich ins Private zurückzuziehen und die Amtsgeschäfte zu vernachlässigen. Dies war für Württemberg Fluch und Segen zugleich. Für die Verwaltung war die Abwesenheit des Monarchen ein Ärgernis, da wichtige Dokumente nicht unterschrieben werden konnten. Die württembergische Regierung hingegen konnte dadurch weitgehend ohne die Einmischung Karls regieren.

Außenpolitisch ging der König neue Wege. In den Anfangsjahren seiner Regierung entfernte sich Württemberg immer weiter vom einstigen Verbündeten Österreich und nährte sich stattdessen Preußen an. So erkannte Württemberg 1866 die Auflösung des Deutschen Bundes an und schloss wie andere süddeutsche Mittelstaaten ein heimliches Schutz- und Trutzbündnis mit Preußen, welches 1867 öffentlich wurde. Offizielle jedoch wurde vom Hof, der Regierung und vom Volk eine antipreußische Haltung vertreten. Trotzdem nahm Württemberg wegen des Bündnisses 1870 am Deutsch-Französischen Krieg und unterzeichnete einen der Novemberverträge. Infolgedessen trat das Land 1871 dem Norddeutschen Bund bei. Damit verlor es einen großen Teil seiner württembergischen Souveränität, sowie seine internationale Stellung, gewann aber größere Sicherheit nach innen und außen. Zudem blieben Post- und Telegraphenwesen, Finanzhoheit, Kulturpflege und Eisenbahnverwaltung in württembergischer Hand, das Königreich verfügte sogar über eine eigene Militärverwaltung. Der Norddeutsche Bund benannte sich 1871 um in Deutsches Reich.

Weitere Produktinformationen

Herkunft Deutschland
Prägestätte Stuttgart
Erhaltung st
Material AU
Material Gold
Raugewicht

7,92g

Literatur Jäger 290

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