Erzbistum Salzburg, Dukat 1801 M

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Erzbistum Salzburg, Hieronymus Graf Colloredo, 1772-1803, Dukat 1801 M

Historisches

Hieronymus Graf Colloredo, war ein sehr bekannter Landesfürst und Erzbischof von Salzburg in den Jahren 1772–1803/1812.

Colloredo wurde im Mai 1732 in Wien geboren und verstarb 1812 ebenda.

Hieronymus Graf Colloredo erhielt schon als Jugendlicher die Würde und das Einkommen eines Domherrn in Passau und Olmütz, 1747 schließlich auch in Salzburg. Nach dem Studium der Theologie in Rom bekam er 1759 eine Stelle am päpstlichen Gerichtshof Rota Romana in der Heiligen Stadt. 1761wurde er zum Bischof von Gurk ernannt und vermochte in kurzer Zeit die wirtschaftliche Situation des Kärntner Bistums deutlich zu verbessern.

1772 zum Erzbischof von Salzburg gewählt, führte er kirchliche Reformen und Steuererhöhungen durch, die bei der Bevölkerung auf wenig Verständnis stießen. Insbesondere die Abschaffung von religiösen Volksbräuchen erregte Widerstand. Seine von der Aufklärung geprägte fortschrittliche Geisteshaltung zog führende Wissenschaftler Mathematiker, Mediziner, Maler und Musiker (wie Michael Haydn und Mozart) sowie Literaten,  aus dem gesamten deutschen Sprachraum nach Salzburg. Vornehmlich stand Colloredo dem sog. Jansenismus (Gnadenlehre des Augustinus) sehr nahe, und vertrat ebenfalls als Mitglied den bekannten Illuminatenorden. Er wirkte und handelte insbesondere als ein Vertreter der Katholischen Aufklärung und kämpfte vehement gegen die vielen Missstände in der katholischen Kirche.

Ende 1800 flüchtete Erzbischof Colloredo vor den heranrückenden französischen Truppen nach Wien und setzte in Salzburg den Bischof von Chiemsee Sigmund Christoph Graf von Zeil-Trauchburg als Statthalter ein.

Anfang 1803 war klar, dass die deutschen Könige und Fürsten auf dem Reichstag zu Regensburg die geplante Aufhebung der geistlichen Fürstentümer beschließen würden.

Am 11. Februar 1803 verzichtete Hieronymus Graf Colloredo als letzter regierender Fürsterzbischof von Salzburg auf seine weltlichen Herrschaftsrechte über Salzburg.

Die geplante Aufhebung des Erzbistums Salzburg konnte Colloredo mit Geschick verhindern. Er wurde seinem letzten Willen gemäß 1812 im Stephansdom zu Wien beigesetzt. 2003 allerdings in die Krypta des Salzburger Doms überführt.

 

 

 

Weitere Produktinformationen

Herkunft Österreich
Erhaltung f.st
Material Gold
Raugewicht

3,50g

Literatur Frbg.776; Pr.2414; KM 463

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