Vorbericht Auktion

Vorbericht Auktion

Am Samstag, den 02.03.2019, veranstaltet die Numismatische Abteilung des Hauses Emporium Hamburg erstmals eine Premiumauktion während der Numismata in München. Die Auktion beginnt um 09:00 Uhr. Auch während dieser Auktion haben Sie die Möglichkeit, im Internet LIVE auf die Lose zu bieten und das Geschehen im Auktionssaal LIVE zu erleben.

In der Auktion 84 trifft der Münzfreund auf ein umfangreiches Angebot an Münzen und Medaillen von der Antike bis in das 20. Jahrhundert: insgesamt 1000 Lose. Ein Schwerpunkt mit über 400 ausgewählten Münzen findet sich im Bereich der römisch-griechischen Antike bis hin zu den byzantinischen Prägungen.

Die Auktion beginnt mit den griechischen Münzen. Schon unter Nr.9 gelangt eine frühe seltene Didrachme aus Tarent mit attraktivem archaischem Stil zum Ausruf, gefolgt von einer Didrachme aus Gela in Erhaltung „Stempelglanz“ (Nr.18). Eine kleine Serie bildhübscher sizilianischer Goldmünzen fällt ins Auge. Es handelt sich um Prägungen aus dem 5. und 4. Jhd.v.Chr., zumeist aus der Zeit des Agathokles (317-289 v.Chr.; Nr.21-30). Ebenfalls aus Sizilien, aus der Zeit der Punier, gelangen zwei seltene Tetradrachmen unter den Hammer, beide in vorzüglicher Erhaltung (Nr.39-40). Auch die Münzen vom griechischen Festland ragen in ihrer Qualität hervor. Die Stadt Athen ist mit einer Serie von Silbermünzen Typ „Eule“ von der Tetradrachme bis zum Silberobol vertreten (Nr.62-72), darunter eine Vielzahl von vorzüglichen Stücken.
Aus Kleinasien stammt der Goldstater Nr.91, der in der Stadt Ephesos geprägt wurde und das Bild der berühmten Artemis Kultstatue trägt. Auch das seleukidische Reich ist mit zahlreichen Münzen vertreten (Nr.103-118), darunter Tetradrachmen des Alexander I. Bala (Nr.109) und des Antiochos VI. Dionysos (Nr. 110) in überdurchschnittlicher Erhaltung.

Der Abschnitt der römischen Münzen beinhaltet zahlreiche bekannte Kaiser, zahlreiche Denare, Aurei und Solidi in vorzüglicher oder besserer Erhaltung – teilweise von NGC zertifiziert. Hier sticht besonders die Reihe der Silbermünzen des Augustus ins Auge (Nr.154-167) mit prägefrisch erhaltenen Stücken (z. B. Nr. 156, 158, 161), der Aureus des Claudius (Nr.171) oder der Sesterz des Nero mit der Darstellung des Hafens von Ostia (Nr.176). Extrem selten begegnet der Aureus des Trajan, eine Restitutionsprägung auf Augustus aus dem Jahr 107 oder 112-113 mit dem Krokodil auf der Rückseite (Nr.192). In diese Reihe seltener Münzen gehört ebenfalls der Goldquinar des Antoninus Pius mit der Liberalitas (Nr.200), die Denare des Pescennius Niger (Nr.213-214), die Münzen der Didia Clara (Nr.215-216) und die Tetradrachmen des Caracalla, geprägt u.a. in Zeugma, Neapolis / Nablus, Jerusalem / Palästina, Gaza, Damascus und Edessa (Nr.227-245) bzw. des Macrinus (Nr.248-254) und Uranius Antoninus (Nr.310). Prägefrische Solidi des Gratian (Nr.327), Theodosius I. (Nr.328), sowie des Honorius (Nr.329) – alle von NGC zertifiziert – und vorzügliche Goldmünzen der Galla Placidia (Nr.331-332) leiten schon in die spätantike Zeit und zu den Prägungen der Byzantiner über.

Ab Los 408 befinden wir uns im Bereich der Münzen aus „Aller Welt“, darunter einer kleinen qualitativ hochwertigen und günstig geschätzten Auswahl von 100 Leva aus Bulgarien, geprägt 1894 bzw. 1912 (Nr.421-423). Aus dem Jahr 1654 stammt der norwegische Speciestaler (Nr.494) der sich in vorzüglicher Erhaltung im Katalog befindet, ebenso wie eine große Serie russischer Gold- und Silbermünzen (Nr.504-529). Zu den großartigen Einzelmünzen dieses Katalogs gehört Nr. 544, 100 Franken 1925 aus der Schweiz, PCGS MS-62.

Da die Auktion 84 erstmals während der Numismata in München stattfindet, stößt der sehr seltene bayerische Dukat des Albert V. (Prägeort München; Nr.620) in vorzüglicher Erhaltung sicherlich auf großes Interesse, wie auch die weiteren deutschen Münzen aus der Zeit von 1500 bis 1800 (Nr.616-774) mit gut erhaltenen und günstig bewerteten Talern und Goldmünzen. Ein weiteres Highlight aus Bayern stellt das seltene 5 Dukaten-Stück 1640 (Nr. 621) dar: Geprägt unter Münzherr Maximilian I. (1598-1651) ist diese Goldgroßmünze eine sehr gesuchte Rarität altdeutscher Numismatik.    
Auch die Liebhaber der Münzen des 19. Jhd. bzw. des Deutschen Kaiserreichs kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Taler und Gulden finden sich von Los 775 bis 906, darunter eine ½ Vereinskrone des Maximilian II. aus dem Jahr 1859 (Nr.803) mit einer Auflage von nur 1.200 Exemplaren, oder einem Konventionstaler aus Waldeck-Pyrmont, geprägt 1811 (Nr.892), einem prägefrischen Prachtexemplar. Das Kaiserreich steuert u.a. zwei Münzen aus Mecklenburg-Strelitz bei (Nr.957-958), die in keiner spezialisierten Sammlung fehlen dürfen.
Nach den Münzen der Weimarer Republik (Nr.979-995) und den Nebengebieten (N.996-1000) endet ein sicherlich spannender Auktionstag in München.


Ab spätestens Mitte Februar 2019 wird die Druckausgabe des Katalogs zur 84. Auktion verfügbar sein, online schon vorher. Fordern Sie Ihre persönlichen Exemplare am besten gleich telefonisch unter 040/25799-140 oder per E-Mail unter numis@emporium-numismatics.com an.