Vorbericht Auktion

Vorbericht Auktion

Vom 23. bis zum 26. Oktober 2018 veranstaltet die Numismatische Abteilung des Hauses Emporium Hamburg ihre 81.-83. Münzen-, Banknoten- und Medaillenauktion, mit einem Asiatika-Spezial als Abschluss. Die Auktion beginnt an allen vier Auktionstagen um 9:00 Uhr. Auch während dieser Auktionen haben Sie die Möglichkeit, im Internet LIVE auf die Lose zu bieten und das Geschehen im Auktionssaal LIVE zu beobachten. Die Homepage www.emporium-numismatics.com liefert alle Informationen, wie man sich als Internetbieter registrieren kann.

In der Auktion 81 trifft der Münzfreund auf ein umfangreiches Angebot an Münzen und Medaillen von der Antike bis zur Gegenwart: insgesamt fast 2900 Lose. Dabei bietet die diesjährige Herbstauktion ein breit gefächertes, qualitativ sehr hochwertiges und günstig geschätztes Angebot von der Antike bis zu den Weltmünzen. Schwerpunkte liegen im Bereich der römisch-griechischen Antike sowie auf den Münzen aus „Aller Welt“.


Die Auktion beginnt am Montag wie gewohnt mit den antiken und ausländischen Münzen (Nr.1-1311), darunter einer kleinen Serie keltischer Prägungen von Britannien bis zu den Ostkelten (Nr.1-22). Unter den folgenden griechischen Münzen finden sich zahlreiche makedonische Drachmen und Tetradrachmen von Alexander dem Großen, seleukidische Silbermünzen des 3. und 2. Jhd. v. Chr. sowie boeotische Statere aus Theben (Nr.53-166).

Die römische Zeit beginnt mit den Münzen der Republik (Nr.223-230). Hier finden Sie neben günstig geschätzten Münzmeisterdenaren auch prägefrisch oder vorzüglich erhaltene Stücke sowie eine Münze des Marc Anton mit dem jungen Octavian (Nr.220).

Die Kaiserzeit beginnt mit den Prägungen des Augustus in Silber und Bronze (Nr.223-230). Hervorzuheben sind im weiteren Verlauf der seltene Denar des Claudius (Nr.239 – EX SC OB CIVES SERVATOS) sowie ein Sesterz mit gleicher Rückseite und dem Gegenstempel der „Legion X Fretensis“ (Nr.241). Kaiser Hadrian ist mit einer kleinen Serie vertreten (Nr.291-312). Auf dem interessantesten Gepräge reicht der Kaiser selbst der knienden Bithynia die Hand (Nr.303; As). Aus der gleichen Dynastie stammen die beiden Aurei, die unter Antoninus Pius geschlagen wurden (Nr.314, 328). Nach zahlreichen weiteren Prägungen der römischen Kaiser des zweiten und dritten Jahrhunderts kommt ein Argenteus des Constantius I. zum Ausruf, der sehr gut zentriert und vorzüglich erhalten ist (Nr.448). Dargestellt sind ein ausdrucksstarkes Porträt des Regenten und ein dreitürmiges Lagertor. Das 4. Jhd. beginnt mit einem sehr seltenen Aureus des Galerius (Nr.451), gefolgt von seltenen Solidi des Julian II. Apostata (Nr.463f.), Theodosius I. (Nr.467), Honorius (Nr.475) sowie von Galla Placidia (Nr.478), Eudocia (Nr.482) und Basiliscus (Nr.505). Diese Serie seltener Goldmünzen setzt sich in der byzantinischen Zeit (Nr.514-582) unverändert fort. Insbesondere der vorzügliche Solidus von Justinus I. mit Justinian I. (Nr.516) ist hier zu erwähnen.

Am Ende des antiken Bereichs finden sich die west- und ostgotischen Münzen mit zahlreichen seltenen Trienten, u. a. des Leovigild, Gundemar, Egica/Wittiza und Wamba (Nr.590-595) sowie einem Solidus des Theoderich (Nr.596) in vorzüglicher Erhaltung.

Nach den antiken Münzen beginnt mit Los 615 der attraktive Abschnitt der Weltmünzen von A wie „Alle Welt“ bis Vereinigte Staaten von Amerika (Nr.1311). Besonders erwähnenswert ist der chinesische Yuan 1985 (Nr.659; Panda; NGC PF-67 CAM), der mit einer Auflage von maximal 50 Exemplaren eine große Seltenheit darstellt. Japan, das Land der aufgehenden Sonne, bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Münzen vom Sen bis zum Yen, darunter den seltenen 5 Sen 1895 (Nr.862; PCGS MS-62). Große Raritäten gelangen auch aus Russland unter den Hammer (Nr.991-1088). Zar Peter der Große ließ im Jahr 1705 den heute sehr seltenen ½ Rubel prägen (Nr.993), Jahr 1707 den noch selteneren Rubel mit dem Brustbild nach rechts (Nr.996). Aus der Schweiz stammt der 100 Franken 1925 (Nr.1113), der nur mit einer kleinen Auflage geprägt wurde. Die Vereinigten Staaten von Amerika schließen den Abschnitt mit Münzen aus „Aller Welt“ ab (Nr.1195-1311). Hier finden sich Gepräge vom ½ Cent bis zum schweren 20 Dollar, insgesamt über 110 Stück.

Noch vor Beginn des altdeutschen Abschnitts der 81. Auktion bietet diese Auktion Ihnen unter „Thematische Medaillen“ die übliche bunte Auswahl unterschiedlichster Prägungen an (Nr.1312-1465). Ob Politiker, Tiermotive oder Medaillen von Goetz – alles ist vertreten.

Gerade im Bereich der altdeutschen Münzen von 1500 bis 1800 liegt ein Schwerpunkt der Auktion 81, sowohl hinsichtlich der Vielfalt, als auch der Qualität der angebotenen Münzen (Nr.1467-2185). Absolute Highlights sind der Reichstaler 1592 von Sigismund Bathory (Nr.1546), die Doppeltalerklippe 1627 von Gabriel Bethlen, beide geprägt in Siebenbürgen, sowie die prachtvolle 3fache Talerklippe o.J. aus Hall (Nr.1548) a.d. Hochzeit von Leopold mit Claudia de Medici. Brandenburg-Ansbach wird mit einem Unions-Dukat 1769 (Nr.1614) angeboten, Preußen u. a. mit einem seltenen Dukat 1748 von Friedrich dem Großen (Nr.1639) – wobei gerade Preußen mit einer Serie in überdurchschnittlichen Erhaltungen hervorsticht – Braunschweig liefert eine 10 Taler (Doppelpistole) 1777 (Nr.1755) und Halberstadt einen bildhübschen Taler des Domkapitels (Nr.1842). Regensburg ist gleich mit zwei Besonderheiten zu erwähnen. Zum einen der Taler 1787 mit dem Hl. Petrus im Boot (Nr.2035), zum anderen der Dukat o. J. mit Stadtansicht (Nr.2038). In der Literatur anscheinend bisher nicht aufgeführt ist der kleine ½ Dukat 1683 aus Sachsen-Eisenberg (Nr.2104), gleiches betrifft den klippenförmigen ¼ Taler 1612 (Nr.2122) aus Schleswig-Holstein-Schauenburg.

Im weiteren Verlauf dieser Auktion kommen auch die Liebhaber der deutschen Münzen aus der Zeit von 1800 bis zum Kaiserreich 1871 zum Zuge (Nr.2186-2408). Von Anhalt bis Württemberg gelangen zahlreiche Gold- und Silbermünzen zur Versteigerung. Ein Highlight hierunter ist der 10 Taler 1829 von Karl II. aus Braunschweig-Lüneburg (Nr.2230) in vorzüglicher Erhaltung, ein weiteres der nur in Kleinstauflage geprägte Dukat 1828 von Anton aus Sachsen (Nr.2372).

Gleiche Qualitäten und Seltenheiten befinden sich unter den Silbermünzen des Deutschen Kaiserreichs (Nr.2409-2565) ebenso wie unter den Goldmünzen dieser interessanten Periode der deutschen Geschichte (Nr.2566-2645).

Nach den Münzen der Weimarer Republik (Nr.2646-2723) und den Ausgaben des Dritten Reichs (Nr.2724-2758, mit zahlreichen Prägungen in Polierter Platte) folgen die Nebengebiete (Nr.2759-2797) mit u. a. Danzig 25 Gulden 1930 (Nr.2770; NGC MS-65) und 15 Rupien 1916 Tabora (Nr.2795f., beide Varianten).

Die Münzen der Bundesrepublik, der DDR sowie Proben und Varia ergänzen den Katalog bis zur letzten Nummer der Münzauktion, Los 2867.

Am folgenden Morgen, dem 25. Oktober 2018, kommen in der Auktion 82 fast 1000 Lose mit Banknoten und Notgeld zur Versteigerung. Papiergeld aus „Aller Welt“ von Afghanistan bis Zypern sowie deutsche Banknoten mit zahlreichen Seltenheiten und „SPECIMEN“ werden das Herz der Sammler und Händler höherschlagen lassen. In Zusammenarbeit mit den Firmen Hans Worbes und Michael Lang ist es gelungen, ein einzigartiges Angebot in einem Katalog zu bündeln. Als absolute Höhepunkte dieser Auktion können Belgisch Kongo 1000 Francs 1912 (Nr.4079, Specimen), Japan 100 Yen (1900-1913); Nr.4390), Luxemburg  10 Mark 1876 (Nr.4463; Pick Plate Note), Portugiesisch Indien 500 Rupias 1924 (Nr.4631, Specimen), Schweden 10000 Kronor 1958 (Nr.4689) unter den ausländischen Scheinen als kleiner Appetithappen angeführt werden. Aus dem deutschen Bereich ist dies sicherlich auf den Geldschein der Inflation 1923 zutreffend (Nr.4803; 1 Billion Mark 1923, Muster – wahrscheinlich UNIKAT), ebenso wie auf die Scheine der Minenverwaltung des Saargebiets. Unter Nr. 4916 und 4917 gelangen 8 einseitige Saar-Scheine (Druckproben) zu 5, 10, 50 und 100 Francs (1920) sowie zu 1000 Francs (1920) zum Aufruf, allesamt deutsche und auch französische Raritäten allerersten Ranges! Vielleicht die erste und gleichzeitig letzte Gelegenheit diese Serie zu erwerben!

Am vierten Auktionstag, dem 26. Oktober 2018, gelangen in Auktion 83 insgesamt 185 asiatische Objekte aus China und Korea unter den Hammer. Es handelt sich hierbei um Objekte unterschiedlicher Zeitstellung aus Keramik, Stein und Metall (Bronze). Die kleine Sammlung entstand in den letzten Jahrzehnten als Studiensammlung eines niederländischen Professors und spiegelt die asiatischen Kunststile der letzten Jahrtausende wider. Mit sehr günstigen Schätzungen ab 80 Euro ist sicherlich für jeden Sammler und jeden Geldbeutel etwas dabei.

Ab Ende September sind die Druckausgaben der Kataloge zur 81. bis 83. Auktion verfügbar, online bereits jetzt. Fordern Sie Ihre persönlichen Exemplare am besten gleich telefonisch unter 040/25799-140 oder per E-Mail unter numis@emporium-numismatics.com an.